Kommission für die Entschädigung der Opfer von Enteignungen augfrund der Antisemitischen Gesetzgebung wärend der Okkupationszeit
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Büro der Berichterstatter [13/03/2008]

Nach Eingang der Archivunterlagen werden die Akten dem Generalberichterstatter übergeben, der diese zur Auswertung auf die „Berichterstatter“ genannten hohen Beamten verteilt.

Der Kontakt mit den Antragstellern

Für das richtige Verständnis jedes einzelnen Falls sind Unterredungen wichtig, die eine entscheidende Etappe in Anbetracht der drei Ziele der Berichterstatter darstellen:

Zunächst zuhören: Dieser Aspekt ihrer Arbeit ist sehr wichtig. Die Erinnerungen an die Erlebnisse und das Leid im Krieg ist für die Antragsteller ein schwieriger Augenblick, der sie emotional sehr in Anspruch nimmt. Es kann gesagt werden, dass unabhängig von ihrem persönlichen Schicksal, viele von ihnen Zeugnis ablegen wollen von dieser tragischen Zeit, von der es immer weniger Überlebende gibt.

Zweitens: Aufklärung der Antragsteller über das Schicksal ihrer Familienmitglieder während der Okkupation durch Vorlage von bislang unbekannten Archivunterlagen. Diese Unterlagen sind für viele von ihnen die einzigen Spuren einer schmerzhaften Vergangenheit, mit der sie erneut konfrontiert werden. Sie messen dieser Aufklärung ebenso viel Bedeutung bei wie der erwarteten Entschädigung.

Drittens, Gedankenaustausch mit den Antragstellern, um zunächst erst einmal die Anspruchsberechtigten für die Entschädigung zu benennen, was eine Klärung der Erbfolge bedeutet und in manchen Fällen die Erstellung eines Stammbaumes, um schließlich einen Entschädigungsvorschlag zu erarbeiten, den die Berichterstatter dann der Kommission vorlegen.

Nicht selten passiert es, dass die Antragsteller, vor allem wenn diese in der Eigenschaft als Anspruchsberechtigte von verstorbenen direkten Opfern handeln, im Rahmen dieser Unterredungen über Enteignungen informiert werden können, die in den Archiven entdeckt wurden und von denen sie keine Kenntnis hatten und die sie demzufolge nicht in ihren ursprünglichen Anträgen aufgeführt hatten. Umgekehrt passiert es auch, dass Antragsteller Enteignungen offenbaren, die sie in ihrem Antrag unerwähnt gelassen hatten. Dann müssen erneute Nachforschungen dazu angestellt werden.

Erstellung des Berichts

Sobald die Bewertung abgeschlossen ist, informieren die Berichterstatter die Antragsteller und bitten um deren Stellungnahmen. Sie erarbeiten dann einen schriftlichen Bericht, in dem die Umstände der Enteignungen genannt werden und eine Bewertung der daraus resultierenden Schäden abgegeben wird mit Hinweis auf die Position der Antragsteller zum unterbreiteten Vorschlag.

Die Rolle des Berichterstatters bei der Sitzung

Die Berichte werden dem Generalberichterstatter übergeben, der diese nach Prüfung an das Sitzungssekretariat weitergibt und eine Stellungnahme zur Zusammensetzung des sich mit der Akte befassenden Gremiums abgibt: Präsident, als Einzelrichter in Anwendung des Dekrets vom 20. Juni 2001, kleines Gremium oder Plenum. Wenn die Sache einem Kollegium vorgelegt wird, dann nimmt der Berichterstatter an der Sitzung teil, in deren Verlauf er mündlich seinen Bericht abgibt und die Fragen der Kommissionsmitglieder, des Antragstellers und des Kommissars der Regierung beantwortet.

Weitere Informationen unter Fragen/Antworten

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